Text: Schwarzwälder Bote

Zu einem tragischen Unfall kam es am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr im Gewann Tiefenbach bei Schiltach.

„Achtung, Achtung“, schrien die Kollegen noch aus voller Kehle. Allerdings kamen sämtliche Warnungen zu spät. Bei Forstarbeiten kippte ein Baum auf einen 48-jährigen Waldarbeiter. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen kam jede Hilfe an diesem nasskalten Vormittag zu spät.

Sofort eilten alle verfügbaren Einsatzkräfte zu der nur schwer zugänglichen Unglücksstelle mitten im Wald im Bereich Tiefenbach, der von steilen – und bei diesem Wetter rutschigen – Hängen geprägt ist. Notarzt, DRK-Rettungsdienst, ein Rüstzug der Feuerwehr Schiltach mit 20 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen, der Rettungshubschrauber, Kreisbrandmeister Philipp Glunz, die Polizei und der Organisationsleiter Rettungdienst waren vor Ort vertreten. Auch Vertreter der beauftragten Firma für die Forstarbeiten kamen zur Unglücksstelle.

Schutzkleidung getragen

Allerdings konnten sie nichts ausrichten, da dem Waldarbeiter nicht mehr geholfen werden konnte. „Er hatte entsprechende Schutzkleidung an“, sagt Daniel Brill, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz. Allerdings sei der 48-Jährige von einem 30 Zentimeter starken Baum, der gefällt wurde, schwer erfasst worden.

Die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Kommandant Markus Fehrenbacher schnitt den Mann frei und unterstützte den Rettungsdienst. Dieser konnte aber angesichts der gewaltigen Kräfte, die der Baumeinschlag verursacht hatte, nichts mehr ausrichten.

Abschüssiges Gelände

Die Bergwacht war angefordert worden, da das Gelände abschüssig und schwer zugänglich ist. Sie musste aber wieder unverrichteter Dinge abziehen. Auch der angeforderte Rettungshubschrauber verließ Schiltach schnell wieder, als die Lage eindeutig war. Er war präzise beim evangelischen Gemeindehaus gelandet, der nächstgelegenen Möglichkeit zum Unfallort.

Die umfangreichen Forst- und Baumfällarbeiten im Bereich Tiefenbach waren in der vergangenen Woche gestartet. Ein Großteil der Arbeiten war bereits erledigt – doch der verhängnisvolle Unfall passierte noch relativ kurz vor dem Abschluss.

Die Zufahrt in Richtung Tiefenbach war während der Unfallaufnahme gesperrt, Anwohner mussten sich gedulden, bis sie mit dem Auto wieder an ihre Häuser kamen.