Umstellung von analoger auf digitale Alarmierung bei der Feuerwehr Schiltach

Vielfältige Einsätze und Alarmierungen der Feuerwehr überholten 1972 die Einrichtung der „Weckerlinie“. Eine Form der stillen Alarmierung, bei der die Einsatzkräfte zum Brandort gerufen werden, ohne dass die ganze Bevölkerung wach gerüttelt wird, wie es bei Sirenenalarm der Fall ist. Diese alte Technik basierte noch auf einer drahtgebundenen Übermittlung.

sel e286 kquattro xliÜber die Kreisverwaltung des auflösenden Landkreises Wolfach wurden die Funkalarmempfänger beschafft und noch vor Eingliederung der Stadt Schiltach in den Kreis Rottweil in Betrieb genommen. Diese eingesetzten Geräte waren noch richtig große, schwere Geräte in der Größe von Schuhschachteln. Die Funktechnik basierte auf analoger Funktechnik, ähnlich den UKW-Sendern im Radio. In den 80-er und 90-er Jahren entwickelten sich kleinere, tragbare Empfangsgeräte, die bei der Feuerwehr Schiltach Stück für Stück die großen Alarmempfänger ersetzten. Diese haben seither gute Dienste geleistet.

Doch Stillstand ist Rückschritt. Die Entwicklungen gehen weiter. Die Digitaltechnik hält Einzug. Für die alte Technik gibt es immer weniger Ersatzteile und Neugeräte mit alter Technik werden immer teurer. Deshalb wurde im Landkreis Rottweil, als einem der letzten in Baden-Württemberg, bei der Alarmierung von analoger Technik auf Digitaltechnik umgestiegen. Diese Technik ähnelt Pagern und Meldern, wie sie auch in der Industrie verwendet werden.

Im Laufe des Jahres wurde die integrierte Leitstelle in Rottweil, die die Alarmierung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr vornimmt, mit dieser neuen Technik hochgerüstet. Für deren Finanzierung im Bereich der Feuerwehren ist der Landkreis zuständig. Jetzt sind die Gemeinden und Städte am Zug, ihre jeweiligen Feuerwehren mit entsprechenden Funkmeldeempfängern auszurüsten.

DMEIn ihrer Septembersitzung des Jahres hat der Schiltacher Gemeinderat die Beschaffung der digitalen Meldeempfänger für die rund 60 Feuerwehrmänner und -frauen für rund 21.000 Euro bewilligt. Am 1. Dezember werden sie an die Einsatzmannschaft ausgegeben, so dass am gleichen Tag von analoger auf Digitaltechnik umgestellt werden kann. Jetzt erhalten die Einsatzkräfte außer der Alarmierung auch gleich Angaben zum Einsatzort und Einsatzart.