Rund 80 Feuerwehrleute aus Schiltach, Schenkenzell und Wolfach, unterstützt von der Drehleiter aus Schramberg und den Atemschutzgerätewagen kämpften gegen das Feuer. Dies gestaltete sich allerdings schwierig durch die besondere Bauweise des Gebäudes. Das Holzbohlenmassivhaus, teilweise mit Holzständerwänden, trug ein begrüntes Dach, unter dem sich das Feuer vorfraß.
Nach den Worten von Kreisbrandmeister Mario Rumpf und Einsatzleiter Harry Hoffmann, Kommandant der Schiltacher Wehr, hatte sich ein Vollbrand in den großen Zwischenräumen des Daches entwickelt. Die Dachpappe, die das Dach abdichtete, war trotz der massiven Bemühungen der Wehr kaum zu löschen. Die Wehrmänner mussten zunächst das Dach zu großen Teilen öffnen, um das Feuer überhaupt erreichen zu können.
Zudem gestaltete sich die Wasserversorgung aus der weit unter der Brandstelle jenseits der Bundesstraße liegenden Kinzig und aus den Hydranten als schwierig.
Groß war der Bedarf an Atemschutzgeräteträgern, die allerdings aus allen beteiligten Wehren zur Verfügung standen, so dass die Ablösung der im Einsatz befindlichen Atemschutzgeräteträger jederzeit gewährleistet war. Kreisfeuerwehrarzt Bernhard Schönemann und die DRK-Bereitschaft Schiltach mit sechs Helfern unter der Leitung von Beate Brede stellten sicher, dass sich die eingesetzten Kräfte erholen konnten und nahmen Kohlenmonoxid-Messungen bei den Wehrmännern nach ihrem Einsatz vor.
Laut Schönemann hatte ein Hausbewohner eine leichte Rauchgasvergiftung davongetragen. Nach einer ambulanten Sauerstoffgabe seien jedoch keine weiteren medizinischen Maßnahmen erforderlich gewesen.
Indes, das Feuer erwies sich als besonders zäh. Die Wärmebildkamera der Schiltacher Wehr machte immer wieder neue Glutnester aus. Die Einsatzleitung entschloss sich schließlich, den gesamten Dachinnenraum mit Löschschaum zu fluten, um das Feuer endgültig zu ersticken. Schließlich war es unumgänglich, das gesamte Dach abzutragen. Viele der Nachbarn beobachteten den Einsatz. Auch Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas und Lehengerichts Ortsvorsteher Thomas Kipp machten sich ein persönliches Bild von der Lage. Der Einsatz war gegen 19 Uhr beendet, eine Brandwache blieb zurück.
Zur Brandursache konnten die Polizeibeamten des Reviers Schramberg vor Ort noch nichts sagen. Sicher ist nur, dass das Feuer im Anbau ausbrach. Auch die Schadenshöhe ließ sich gestern noch nicht beziffern. Es wird ein Brandsachverständiger hinzugezogen.