Warnung aus dem Rathaus an Hinterlehengericht: Die Haushalte sollen das Trinkwasser aus der Leitung abkochen.

Am Montag hat die Stadt Schiltach vorsorglich ein Abkochgebot für Teilbereiche von Hinterlehengericht ausgesprochen. Bei einer routinemäßigen Untersuchung des Trinkwassers waren in einigen Straßen des Ortsteils Hinterlehengericht bakterielle Verunreinigungen festgestellt worden. Das Abkochgebot gilt für die Straßen Am Herdweg, Scheuernacker, Welschdorf, Alte Mühle, Am Hof, Konradshof und Eichberg.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, handle es sich dabei um sogenannte Enterokokken. Alle Haushalte der betroffenen Straßen seien bereits informiert worden. Drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gingen von Haus zu Haus, klingelten bei den Anwohnern und verteilten Merkblätter mit Abkochhinweisen. Alle anderen Teilbereiche Schiltachs und Lehengerichts sind nach Angaben der Stadtverwaltung nicht betroffen

Woher die Verunreinigung stammt, ist noch unklar. "Die Ursache kann im Wasserzulauf, im Versorgungsnetz oder auch bei einer fehlerhaften Probeentnahme liegen", nennt Stadtbaumeister Roland Grießhaber drei Möglichkeiten. Die Stadt habe am Montag weitere Proben gezogen, das Gesundheitsamt Rottweil unabhängig davon ebenfalls. Alle Arbeitsschritte und Messungen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Grießhaber rechnet damit, dass bis Donnerstag dieser Woche Ergebnisse vorliegen. Zur Desinfektion des Versorgungsnetzes und des Trinkwasserbehälters wird das Leitungswasser bis auf weiteres gechlort. Ein leichter Chlorgeruch des Wassers sei nicht gesundheitsgefährdend. Die Abkochanordnung gilt solange, bis sie durch die Stadtverwaltung wieder aufgehoben wird. "Sobald es etwas Neues gibt, werden wir die Anwohner auf dem gleichen Weg wie am Montag informieren", versichert Grießhaber.

Nur abgekochtes oder abgepacktes Wasser trinken. Zum Abkochen das Wasser drei bis fünf Minuten sprudelnd aufkochen und dann über zehn Minuten abkühlen lassen. Zum Kochen, Zähneputzen und für die Reinigung offener Wunden nur abgekochtes Wasser verwenden. Duschen, Baden und Wäsche waschen nach Möglichkeit vermeiden. Für die Toilettenspülung und andere Zwecke kann das Leitungswasser ohne Einschränkung genutzt werden. Für Aquarien allerdings ist das gechlorte Wasser nicht geeignet.

Bericht aus "Baden-Online"

Bei den routinemäßigen Trinkwasserproben aus Schiltach ist dem Untersuchungslabor in Tübingen eine Verwechslung passiert. Der Fehler löste unnötige Schutzmaßnahmen der Bevölkerung in Hinter­lehengericht aus.

Ein großes Aufatmen gab es bei den zuständigen Mitarbeitern der Stadt Schiltach gestern Morgen: Das Gesundheitsamt Rottweil hob gegen 10.30 Uhr das Trinkwasser-Abkochgebot in Hinterlehengericht wieder auf. »Das Trinkwasser war vor, während und nach der vorsorglichen Maßnahme am Dienstag in einwandfreiem Zustand«, informierte Martine Hielscher, Ärztin des Gesundheitsamts Rottweil gestern Morgen. Die Maßnahme wäre zwar richtig, jedoch unnötig gewesen, so die Ärztin.

Fehler im Labor löst Alarm aus

Grund für das Abarbeiten eines vorsorglichen Maßnahmenkatalogs bei Gefährdung der Bevölkerung durch verschmutztes Trinkwasser war ein Fehler des untersuchenden Labors. Die Mikrobiologen dort zählten nämlich elf Einheiten Enterokokken auf 100 Milliliter Wasser bei Proben aus dem Abnahmegebiet des Hochbehälters »Eichberg« in Hinterlehengericht. Der Grenzwert liegt bei diesem Milchsäurebakterium, das unter anderem im Darm von Menschen und Tieren vorkommt, bei null.
Eine Mitarbeiterin hatte nach Anlegen, Züchten und Auswerten der Kulturen im Labor einen Übertragungsfehler bei der Eingabe der Ergebnisse in ein laborinternes Computersystem gemacht und die Auswertungen für Roh- und Reinwasser verwechselt. Nicht autorisiert hätte sie einen Prüfbericht erstellt und das Gesundheitsamt informiert, erklärt der Geschäftsführer des Labors in Tübingen Matthias Hamann. »Das hätte nicht passieren dürfen«, bedauert er den menschlichen Fehler, der nach einer Validierung sofort klar gewesen sei, so Hamann.

Von Haus zu Haus Entwarnung überbracht

Betroffen vom Abkochgebot waren Abnehmer in Teilen des Hinterlehengerichts. Diese wurden am Dienstag sofort mit einer persönlich übergebenen schriftlichen Information durch die Feuerwehr über das Abkochgebot informiert.
»Das haben wir heute wieder so gemacht: Zwei Bauhofmitarbeiter sind von Haus zu Haus gegangen und haben Entwarnung gegeben«, erklärte Schiltachs Wassermeister Klaus Armbruster gestern auf Nachfrage des Offenburger Tageblatts. Armbruster hatte den roten Ordner mit Maßnahmen bei Trinkwasserverschmutzung außer zur Aktualisierung in jedem Jahr, noch nie aus dem Regal ziehen müssen. Er zeigte sich erleichtert, dass der »Supergau« lediglich ein Verwechslungsfehler des zuständigen Labors war. »Nur zur Übung«, stellte er lakonisch fest.

Wenig Schlaf und viel zu tun

Mit wenig Schlaf musste er von Montag bis Mittwoch auskommen, denn er hatte nicht nur viel zu tun: »Da denkt man ständig dran. Wo könnte der Fehler liegen oder was ist schief gelaufen?«, erklärte Armbruster.
Nachdem er in der vergangenen Woche die routinemäßigen Proben an das Labor geschickt hatte, kam von dort nicht wie erwartet »grünes Licht«, sondern »dunkelrotes«. Die Kollegen vom Gesundheitsamt in Rottweil mussten am Montag an unterschiedlichen Stellen zur erneuten Probenentnahme gebracht werden.

Hochchlorung zur Desinfektion

Dann tarierte der Wassermeister den Chlorgehalt des Trinkwassers beim Hochbehälter »Eichberg« bis an den Grenzwert 0,3 Milligramm pro Liter aus. So konnte das vermeintlich verschmutzte Trinkwasser bestmöglich desinfiziert werden.
Leitungen wurden wieder und wieder gespült und der Chlorgehalt wieder auf den Wert null gebracht. »Eine schwierige Sache«, so Armbruster. Weitere Arbeiten im Zusammenhang mit dem Vorfall mussten gestern noch beendet werden, und danach konnte der pflichtbewusste Wassermeister und seine Mitarbeiter in ihren wohlverdienten Feierabend gehen.
Autor:
Martina Baumgartner

Tinkwasser-Abkochgebot aufgehoben

Bei den routinemäßigen Trinkwasserproben aus Schiltach ist dem Untersuchungslabor in Tübingen eine Verwechslung passiert. Der Fehler löste unnötige Schutzmaßnahmen der Bevölkerung in Hinter­lehengericht aus.

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Schrambergerstraße, Schiltach

Einsatz am:  13.04.19; 01:30 h
Einsatzart:  Kleinbrand A/Kaminbrand
Mannschaft:  20 im Einsatz, 4 in Bereitschaft
Fahrzeuge:  ELW, HLF20/16, LF16/12
Einsatzleiter:  Kdt. M. Fehrenbacher
Besonderheiten:  keine
Lfd. Nummer  19/22

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